Nach zwei Jahren wieder Schützenfest gefeiert

Nach zwei Jahren, in denen das Schützen- und Heimatfest aufgrund der Pandemie (der Name der Pandemie durfte ab Samstagmittag unter Strafe nicht ausgesprochen werden) ausfallen musste, konnte dieses Jahr wieder das Schützen- und Heimatfest gefeiert werden. So wurde um 12 Uhr das Schützenfest mit dem Einschiessen durch die Artillerie gestartet. Hier waren viele Zuschauer anwesend, unter anderem auch die Jungschützen des Jägerskorps, die erstmalig das Jungjäger-Banner präsentierten, welches im Anschluss mit einem Umzug zum Festzelt getragen wurde. Hier unterschrieben die Jungjäger das Banner und hängten dieses auf. Eine gelungene Aktion, für die unseren Jugendbeauftragten Peter Schillings und Florian Pesch größtes Lob und unser Dank gebührt.

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Mit Einbruch der Dunkelheit startete dann der Fackelzug, in dem man den Gästen aus nah und fern die in Eigenleistung gebauten Großfackeln präsentieren konnte. Allerdings schafften es dieses Jahr nur drei Züge des Regiments, eine Großfackel zu bauen. Umso erfreulicher ist es, dass von drei Großfackeln zwei aus dem Jägerkorps stammten. So mahnte der Zug „Glockenklang“ mit ihrer Friedenstaube zum Frieden, während sich der Zug „Schwanenburg“ mit ihrer Fackel mit den aktuellen Benzinpreisen beschäftigte. Beiden war mit ihren Fackeln der Applaus der Zuschauer sicher, und nach getaner „Arbeit“ konnten beide Züge mit allen anderen Schützen und Gästen eine tolle Partynacht mit der Band „BOOSTER“ im Festzelt feiern.

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Am folgenden Morgen trat das Jägerkorps um 08:30 Uhr unter dem Kommando von Hauptmann Christoph Conrads bei Jägermajor Alfons Winzen an. Hier übergab Christoph Conrads dem Jägermajor ein großartiges Korps. Im Rahmen des Antretens begrüßte Alfons Winzen Ehrenmajor Ludwig Pesch und das Ehrenmitglied Franz-Josef Frinken. Dann stellte Alfons Winzen den neuen Jungschützenzug „Erfträuber“ vor, bevor er nachträglich Thomas Schnitzler, Mitglied des zwischenzeitlich aufgelösten Zuges „Erftschützen 81“, aber als aktiver Grenadier dem Jägerkorps als passives Mitglied treu gebliebener Schützen, für seine 25-jährige Korpsmitgliedschaft ehrte. Im Anschluss wurden alle aktiven Blumenhornträger mit einer speziellen „Blumenhornträgernadel“ ausgezeichnet, und dann begab sich das Korps zusammen mit dem Regiment zum Kirchgang, bevor man zur Gefallenenehrung aufmarschierte. Während dieser Gefallenenehrung sollte der erste große Regenschauer des Wochenendes niedergehen. Aber bei der Oberstparade blieb es trocken, doch am Nachmittag sollte die Regimentsabnahme den drohenden Niederschlägen zum Opfer fallen. Doch zum Glück ging die Parade trocken über die Bühne, dafür sollte man auf dem letzten Teilstück des Umzuges Opfer schwerer Niederschläge werden und durchnässt in das Zelt einziehen. Aber zum Ball der Zugkönige am Abend waren alle wieder trocken, und so stand einer weiteren Nacht unter den Klängen der Band „Top Spin“ nicht mehr im Wege. Und im Laufe dieses Abends wurde Moritz Blankenburg vom Zug „Glockenklang“ zum neuen Jungschützenkönig gekrönt. Später in der Nacht folgte dann vor der Bühne im Zelt eine Parade der Jungschützen zu Ehren von Moritz Blankenburg.

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Am Schützenfestmontag trafen sich alle Züge in ihren Zuglokalen zum Frühschoppen, bevor man sich um 16:00 Uhr zum Antreten des Jägerkorps im Neubaugebiet traf. Hier hatte erneut Hauptmann Christoph Conrads das Kommando und ließ von hier aus das Korps zur Königsparade aufmarschieren. Diese konnte diesmal im Gegensatz zum Vortag mit Regimentsabnahme erfolgen. Nach dem kurzen Umzug stand um 20:00 das Antreten der Chargierten am Ziegelträger unter dem Kommando von Alfons Winzen an, um von hier aus das amtierende Schützenkönigspaar Heinrich X. & Marlene Wiengarn und das Kronprinzenpaar Lutz & Kerstin Türks nebst BSV-Vorstand und Gästen abzuholen. So begab man sich mit dem Krönungszug zum Festzelt, wo die Krönung und im Anschluss ein stimmungsvoller Abend mit der Band „farbTon“ erfolgte.

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Das neue Schützenkönigspaar wurde dann am Dienstag vom Regiment abgeholt und ins Zelt geleitet. Später im Zelt angekommen startete man dann in den letzten Tag des Schützenfestes, der musikalisch vom „DJ Stiefel“ begleitet wurde. In dessen Verlauf wurde dann erstmalig der neue Jungschützenkönig ermittelt, für die sich viele Bewerber gemeldet hatten – allein acht aus den Reihen des Jägerkorps. So konnte nach spannendem Wettbewerb Gerrit Steins vom Zug „Glockenklang“ den Vogel von der Stange holten und wird somit im nächsten Jahr seinem Zugkameraden Moritz Blankenburg als Jungschützenkönig nachfolgen. Im Rahmen der Fackelprämierung belegte der Zug „Glockenklang“ mit ihrer Fackel den 3. Rang, während sich der Zug „Schwanenburg“ den 1. Platz und somit den Pokal sichern konnte. Um 18:15 Uhr trat dann mit Bernd Giesen ein Kandidat aus dem Hubertuskorps zum Königsvogelschuss an, der den Vogel von der Stange holte und somit zum Kronprinzen des BSV avancierte. Im Anschluss leerte sich so langsam das Zelt und das nach zwei Jahren langersehnte Schützenfest neigte sich dem Ende entgegen.

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Bilder

 

Jägerkorps Kapellen-Erft 1936 e.V.