2022

60 Jahre BSV & Jägerkorps

Dieter Müller

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Im Jahre 1962 trat Heinz-Dieter Müller dem Jägerzug „Erftjäger“ bei. Zunächst als einfacher Schütze aktiv durchlief er nach und nach die Posten des Flügelleutnants und des Zugführers. Hier wurde er aufgrund seiner Verdienste zum Hauptmann befördert wurde und von da an auch als Marschblockführer fungierte. In dieser Funktion sorgte er während der Schützenfesttage für Ordnung in seinem Marschblock und unterstützte hierdurch die Korps- und Regimentsführung. Und diese Verantwortung trug er bis in das Jahr 2014, als sein Zug letztmalig aktiv auf der Straße war. Somit hat Dieter Müller leider nicht das Ziel erreicht, in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum mit seinem Zug aktiver Schütze auf der Straße zu erleben, welches er zu seinem 50-jährigen Jubiläum als als Am aktiven Schützenwesen möchte er noch so lange wie möglich teilhaben und teilnehmen. Sein zum 50-jährigem Jubiläum ausgegebene Ziel, sein 60-jähriges Jubiläum zusammen mit seinen „Erftjägern“ aktiv auf der Straße zu feiern, hat er leider nicht erreicht. Aber auch nach seiner aktiven Zeit blieb es dem Schützenwesen bis heute treu, indem als passives Mitglied dem Bürgerschützenverein und dem Jägerkorps erhalten blieb.

Dass Heinz-Dieter nicht nur Führungspotential hat, sondern auch tatkräftig mit anpackt, bewies er jahrelang beim Fackelbau, als er während der Fackelbauzeit immer wieder seinen Mann stand. Während seiner langjährigen Mitgliedschaft bei den Erftjägern war es ihm mitunter siebenmal gegönnt, die Zugkönigswürde zu erringen. Und während seiner Zeit beim Zug „Erftjäger“ waren für Dieter Müller und seine Zugkameraden die Begriffe Kameradschaft und Frohsinn innerhalb des Zuges nicht nur leere Phrasen, sondern sie füllten diese Begriffe immer wieder mit Leben und pflegten dies regelmäßig – auch unter Einbeziehung der Zugfrauen des Zuges.

Seine Freizeit verbringt er mit seiner Vogelzucht. Mit diesem Hobby konnte er bereits nationale und internationale Erfolge erzielen. So kann er mit Stolz die Titel Bundes- und Europasieger vorweisen. 

So wünschen wir Dieter, dass er weiterhin gesund dem Schützenwesen auch als passives Mitglied noch lange erhalten bleibt!

40 Jahre BSV

Josef Enkel (Hori Do)

Bevor Josef 1982 dem Grenadierzug „Nie zu Huss“ beitrat und damit Mitglied im BSV-Kapellen wurde, war er vier Jahre im Tambourkorps „Frisch Auf“ Kapellen tätig. Über den Umweg im Grenadierzug Maiboschte, welchem er im Jahr 1985 beitrat, kam er im Jahr 1991 in das Hubertuskorps. In diesem Jahr trat er dem damaligen Hubertuszug (heute Jägerzug) Hori-Do bei. In diesem Zug hat er bis heute verschiedenste Positionen ausgeübt.

Sein erstes ausgeübtes Amt im damaligen Hubertuszug war das des Spießes, welches er zwei Jahre ausübte.  Ab 1994 trug er dann für über 20 Jahre das Blumenhorn des Zuges an den Schützenfesttagen über die Straße.

Weiterhin engagierte er sich auch außerhalb des reinen Schützenfests im Zug und übte fast 15 Jahre das Amt des Schriftführers aus und organisierte diverse Feierlichkeiten und Ausflüge für seine Schützenbrüder.

Die Königsbürde im Hori-Do konnte er in seinen nun über 30 Jahren bereits ausüben.

Im Jahr 2017, kurz nachdem er aus seiner damaligen Heimat Frimmersdorf den Lebensmittelpunkt zurück ins schöne Kapellen verlagert hat, wurde er ebenfalls zum Flügelleutnant gewählt.

Zu seinen Hobbies zählt vor allem der Fußball rund um seinen Lieblingsverein den FC Schalke 04, sowie sein Haus. Hier hat er immer etwas zu tun, damit die Feierlichkeiten des Hori-Do auch in einem würdigen Rahmen stattfinden können.

Außerdem verbringt er viel Zeit mit seiner Frau Birgitt, mit der er nun seit 31 Jahren zusammen und seit 25 Jahren verheiratet ist. Auch seine fünf Enkelkinder, vier Kinder und sein Hund kommen hier natürlich nicht zu kurz.

40 Jahre BSV  Jägerkorps

Karl Hildebrandt (Edelweiß)

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Auf sein 40- jähriges Jubiläum im BSV Kapellen blickt in diesem Jahr Karl Hildebrandt zurück. Karl trat im Jahre 1982 als 14- Jähriger dem unter Führung seines Vaters Walter stehenden Jägerzug Veilchenblau“ bei.  Im Jahre 1988 entschieden sich einige Mitglieder - darunter auch Karl - dazu, einen neuen Weg einzuschlagen und gründeten den bereits 1936 erstmals gegründeten und bis zu den Kriegswirren existierenden Jägerzug „Edelweiß“ neu.

Beim ersten Vogelschuss des neugegründeten Zuges konnte Karl die Zugkönigswürde erringen, was ihm das Privileg einbrachte, als erster Zugkönig der Neuzeit das gut erhaltene traditionelle Königssilber des Zuges aus dem Jahre 1936 über die Straßen Kapellens tragen zu dürfen.  Im Jahre 1993 gelang ihm dieses Kunststück zum wiederholten und bis dato zum letzten Mal, so dass Karl bis heute 2 x die Zugkönigswürde innehatte. Dass das Zielwasser jedoch nicht gänzlich unwirksam ist, zeigte Karl im März 2001 beim Jägerschießen, als er sich die Kronprinzenwürde des Jägerkorps sicherte. So übernahm er beim Jägerfest im Herbst 2001 gemeinsam mit seiner Königin Gaby die Königsinsignien seines Vorgängers Paul Becker und ging als Karl I. und ging somit als zweiter Korpskönig des Jägerkorps überhaupt in die Annalen des traditionsreichen Korps ein.

In den Reihen der Züge „Veilchenblau“ und „Edelweiß“ war Karl jahrelang stolzer Blumenhornträger, ehe er im Jahre 2005 von seinen Zugkameraden einstimmig zum Zugführer gewählt wurde und somit in die Fußstapfen seines Vaters Walter trat. Karl führt das Amt im Range eines Oberleutnants zurückhaltend, unaufgeregt und mit Weitsicht aus. Er lässt sich selten aus der Ruhe bringen, greift selten disziplinarisch durch und lässt auch gerne mal die oft zitierte „fünf gerade sein“. Wenn es jedoch einmal erforderlich ist, findet sein Wort Gehör und entsprechenden Anklang. Unterjährig lässt er seinen Schützenkameraden gerne mal freie Hand und lange Leine. An Schützenfest jedoch ist ihm ein adrettes Auftreten ebenso wichtig wie eine gewisse Grunddisziplin. Führt Karl seine Jungs an Schützenfest in der Regel ordentlich und akkurat durch die Straßenumzüge, sah er sich bei einem Ereignis im Jahre 2014 den fragenden Blicken seiner Zugkameraden und der vernichtenden Kritik der Springer-Presse ausgesetzt. Weil sich seine Jungs beim Antreten zum Fackelzug bereits sichtlich angeschlagen nicht einigen konnten, ob sie in kurz- oder langärmligen Jerseys antreten möchten, änderte er in letzter Minute zur Verwunderung aller die taktische Marschroute: Anstelle des liebgewonnen und verinnerlichten  3-3-3-3-4-Systems ,bei dem sich seine Kameraden hinter der behelmten Offiziers-Frontlinie stabil und vor äußeren Angriffen wohl geschützt fühlten, stellte er kurzerhand auf ein  3-2-2-2-2-2 um, was merklich nach hinten losging. Statt seine Jungs damit zu disziplinieren, verwirrte er sie so sehr, dass die Zuschauer beim folgenden Fackelzug einen Hühnerhaufen per excellence vorfanden. Niemand fand sich auf den neuen Positionen zu Recht. Die damaligen Abstände zwischen den Kameraden würden heutzutage zwar als „Corona-konform“ gelten, führten jedoch damals zur absoluten Destabilisierung des Gesamtkonstrukts. Statt die Außenpositionen zu halten, verschoben die einzelnen Ketten immer wieder von links nach rechts und verloren immer wieder den Takt des Gleichschritts was sicherlich auch dadurch bekräftigt wurde, dass der Stoßstürmer eher einem wankenden, torkelnden Dinosaurier statt einem Fixpunkt im Angriff glich.

Das Schützenwesen generell ist Karl durch die familiären Verflechtungen nicht nur in die Wiege gelegt worden, sondern wird durch ihn mit großer Hingabe gehegt und gepflegt. Es gibt keinen Marsch, den Karl nicht mitpfeifen kann und keinen Vorstandsbeschluss seit Menschengedenken, der bei Karl in Vergessenheit geraten ist. Ein pünktliches und ordentliches Auftreten an Schützenfest ist Karl ebenso wichtig wie die Geselligkeit in den Reihen seiner Kameraden. Zwischen 1996 und 2004 gehörte Karl dem Vorstand des Jägerkorps an und kümmerte sich in seiner Funktion als Jugendwart um die Belange der Jungjäger. 

Privat hat Karl sein Glück mit seiner Gabi gefunden. Im Jahre 2021 konnten die beiden voller Stolz und Glück ihre Silberhochzeit feiern. Aus der Ehe mit Gabi ist auch Sohn Jens hervorgegangen, der ebenfalls seit Kindesbeinen Mitglied des Jgz. “Edelweiß“. Beruflich zog es Karl vor vielen Jahren nach Dormagen wo er auf der dortigen Rettungswache tätig ist und sowohl als Berufsfeuerwehrmann als auch als RTW-Fahrer Dienst an der Gesellschaft leistet. Ehrenamtlich organisiert er mit seiner Frau Gabi den jährlichen Pfingstausflug der ansässigen Jugendfeuerwehr.

Lieber Karl: Deine Zugkameraden mitsamt ihren Frauen danken für deine Treue und gratulieren Dir von Herzen zu diesem tollen Jubiläum. 40 Jahre Mitgliedschaft im Schützenverein sind auch einhergehend mit vielen Schützenfesten, Versammlungen, Ausflügen, Geburtstagen, Hochzeiten und somit vielen tollen Momenten im Kreis deiner Zugkameraden. Wir wünschen dir Gesundheit und hoffen, dass du uns in deinem Jubiläumsjahr nach einigen Jahren der gesundheitlich bedingten Auszeit wieder als Zugführer anführen kannst, und es am Morgen des 29.05.2022 bereits ab „Schiffisch Schäng“ wieder heißt: „Zur Oberstparade die Augen rechts“

Ewald Rosendahl (Waidmannsheil)

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Seit nunmehr 40 Jahren marschiert Ewald Rosendahl, den alle liebevoll nur „Wally“ nennen in den Reihen des Jägerzuges „Waidmannsheil“ und somit im Jägerkorps und dem Bürger-Schützen-Verein Kapellen/Erft mit.

Angeworben durch den heutigen Ehrenoberst Karl-Josef Pesch und seinem damaligen Vorgesetzten auf seiner Arbeitsstelle bei ICH in Neuss, lernte Wally der seine Wurzeln eigentlich im Dycker Ländchen hatte, das Schützenwesen und auch die Kameradschaft in der Freiwilligen Feuerwehr in Kapellen kennen und lieben. Der ausgebildete Schlosser fühlte sich im Zug schnell heimisch. Hier konnte er sein Können beim Fackelbau und seine gesellige Art unter Beweis stellen. Nicht nur das er bei der Metallverarbeitung vor allem bei allen Schweißarbeiten sein Talent zeigte, nein auch mit Schere und Kleister beim Bekleben der Figuren war seine filigrane Arbeit sehr geschätzt. Und das obwohl, so hörte man schon vor vielen Jahren, eine Schere seine Haarpracht nur vor dem Schützenfest sah. Das ganze Jahr „züchtete“ Wally seinen Goldschopf, bis spätestens kurz vor dem Schützenfest, teilweise während des Fackelbaus wurde seine Mähne beispielsweise auf dem Hof der Familie Schmitz auf der Gilverather Straße von anwesendem Fachpersonal gestutzt.

Da er auch an so manchen Schützenfesttag seinen Geburtstag feierte, wurde unserem Blumenhornträger bei einigen Paraden das Horn durch den Zugführer abgenommen und Wally führte beim Vorbeimarsch den Zug voller Stolz an.

Ewald Rosendahl konnte sich auch mehrfach in die Liste der Zugkönige eintragen. Hier konnte man sich auf eine Würdige Vertretung des Zuges durch „Wally“ und seiner Frau Bettina immer sicher sein.

Unser Jubilar hat viele Höhen und Tiefen mit seinem Waidmannsheil durchlebt.

Für seine heutigen, und ich bin mir sicher auch für seine damaligen Zugkameraden ist er aus den Reihen des Waidmannsheil nicht wegzudenken.

Auch als er vor vielen Jahren die Chance nutzte eine Mietwohnung auf der Weimarstrasse gegen ein Eigenheim „Am Böhnerfeld“ in Wevelinghoven einzutauschen, riss die enge Verbundenheit zu seinem Zug, seinem Korps und seinem BSV nie ab. Wally ist zu jeder Veranstaltung des Zuges präsent.

Bei so vielen Veranstaltungen des Zuges ist er der Garant für gute Laune, ob als Koryphäe an der Luftgitarre oder als Kommentator mit lustigen Sprüchen.

Heute, als Rentner, unterstützt er seine Frau in der Reinigung auf dem Wevelinghovener Marktplatz, oder widmet sich seiner Familie, wo er möglichst viel Zeit in seine Kinder und Enkelkinder investiert.

Wally ist nicht aus den Reihen des Zuges wegzudenken, gemocht und geschätzt, von den „Alten“, wie auch den „Jungen“ hoffen wir auf noch viele Jahre mit unserem Jubilar.

Herzlichen Glückwunsch für 40 Jahre „ein Zug- ein Korps- ein Verein“.

Roland Schiffer (Erftstolz)

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Roland hat 1982 unter den Fittichen seines Vaters Karl-Heinz. im Jgz. „Waldhorn“ seine ersten „Schützensporen“ verdient, bevor er dann 1989 nach dem Schützenfest zum Jägerzug „Jung Erftstolz“ wechselte. Ab 1990 ging er dann als Schütze in den Reihen des heutigen „Erststolz 83“. Hier sorgte er mit seiner äußerst ruhigen und konsequenten Art für Zucht und Ordnung.

Roland besticht nicht nur durch seine Ruhe und Gelassenheit, auch seine Fähigkeit, sich nicht selber zu überschätzen, begeistert er seine Zugkameraden. So nimmt er schon mal gerne die Gondel statt wie die anderen zu Fuß einen Berg, z.B. um den Ettelsberg zu „Siggis Hütte“, zu erklimmen. Wenn es ihm aber dann doch mal zu bunt wird, nimmt er dann auch gerne mal einen langen Fußweg wie z.B. von Bad Hönningen nach Kapellen in Kauf. Damals kam er aber zwischendurch sicher unter. Wir wollen das mal nicht weiter ausführen.

Roland ist ein absoluter Allroundschütze, sei als Aushilfs-Blumenhornträger oder als beinahe professionell ausgebildeter zweiter Fahnenschwenker, ist er im Zug überall einsetzbar. Auch als ehrenhafte „Zugsau“ oder als Zugkönig ist er beinahe regelmäßig in Amt und Würden.

Die Auszeichnung zur Zugsau hatte er sich meistens durch die Inanspruchnahme eines Wellnesstages während der Schützenfesttage verdient. So kann es schon mal vorkommen, dass er einen Sonntagmorgen mal richtig ausschläft und so einige Antretezeitpunkte verpasst.

Ob als Wirt in der Schifferschenke oder als Bierlieferant für den Gastwirt beim Vogelschuss in der Ratze: "Schiffisch Roland" ist äußerst hilfsbereit. Auch beim Fackelbau im Erftstolz ist er an vorderster Front dabei. So übernimmt er oftmals die kniffligsten Aufgaben wie zum Beispiel das Anschleifen von Spiralbohrern, auch wenn es die halbe Fackelbauzeit in Anspruch nimmt. 

Roland macht einfach jeden Quatsch mit und ist ein Mensch, den man nur sehr schwer aus der Reserve locken kann. Wenn es dann aber mal notwendig ist, macht er auch seinem Zugführer eine klare Ansage. Das kommt aber nur in den seltensten Fällen vor. Grundsätzlich hätte Roland die Auszeichnung zum "liebsten Schützen Deutschlands" verdient. Der Jägerzug „Erftstolz“ liebt seinen Jubilar Roland und gratuliert ihm recht herzlich.

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Jägerkorps Kapellen-Erft 1936 e.V.