2021

60 Jahre BSV & Jägerkorps

Franz-Josef Frinken (Freischütz)

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Franz-Josef trat 1961 als aktives Mitglied in den Jgz. „Freischütz“ ein, und dass er ein guter Schütze ist bewies er direkt in seinem ersten Schützenjahr: So holte er bei seinem ersten Zugschießen den Vogel von der Stange und avancierte direkt zum Zugkönig. Dass Franz-Josef Verantwortung zu übernehmen wusste zeigte sich darin, dass er 45 (!!!) Jahre die Position des Flügelleutnants innehatte, bevor er das Amt 2005 in jüngere Hände abgab und seitdem als Schütze in den Reihen des Zuges mitmarschierte. Zudem war er jahrelang 2. Kassierer im Zug und ist auch als Kassierer bei den jährlichen Jägerfesten nicht mehr wegzudenken. So übernimmt er auch heute noch die Betreuung der Freiwilligen Spende beim Jägerfest. Und wehe, jemand versucht ohne freiwillige Spende in den Saal zu gelangen!!! Er war und ist also eine gute und nicht mehr wegzudenkende Hilfe des Korpsvorstandes. Hierfür gilt ihm großer Dank des Vorstandes - nein - des gesamten Korps! So wurde Franz-Josef aufgrund seiner Verdienste für seinen Zug und auch für das Korps im Rahmen der JHV des Jägerkorps 2011 einstimmig zum Ehrenmitglied bestimmt.

Ein weiteres Highlight folgte für Franz-Josef stets nach dem Schützenfest: Der Ausflug mit seinen Zugkameraden nach Mallorca.

Dass Franz-Josef mit Leib und Seele Schütze ist beweist er durch die Tatsache, dass er immer noch aktiv auf der Straße mitmarschiert, obwohl die Aktivitäten des Zuges „Freischütz“ ruhen. So ergänzt er seit 2017 während der Paraden und Umzüge die Reihen des Zuges „Auf der Pirsch“ und ist hier gern gesehener „Gast“, sei bei den Umzügen, sei es abends im Festzelt, wobei er auch Schützenfest mit den passiven Mitgliedern des Zuges „Freischütz“ feiert und sich das Frühstück bei Jägermajor Alfons Winzen am Schützenfestsonntag nicht entgehen lässt. So genießt er die Schützenfesttage immer noch in vollen Zügen und kann mit seiner Ausdauer jungen Schützen teilweise noch als Vorbild dienen.

Neben dem Schützenwesen hat Franz-Josef ein weiteres großes Hobby: Den SC Kapellen, bei dem er es sich ebenfalls nicht nehmen ließ, einen Posten zu übernehmen: So war er für den Verein mehrere Jahre als Kassierer tätig, unterstützt den Verein nun aber weiter als Anhänger.

So ist und Franz-Josef als immer aktives Mitglied bekannt, und wir wünschen ihm weiterhin alles Gute und dass wir ihn noch viele Jahre auf der Straße und im Festzelt erleben dürfen!

60 Jahre BSV:

Karl-Josef Pesch (Waidmannsheil)

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Karl- Josef wurde am 07.10.1945 als zweiter Sohn von Josef und Gertrud Pesch geboren. Aufgewachsen ist er mit seinen Brüdern Ulrich, Ludwig und Günther in der Gilverath, gegenüber von „Lippe“.

Das Schützenwesen lag Ihnen im Blut, denn Vater Josef gründete 1927 in seinem Heimatdorf Ramrath/Villau mit einigen Kameraden das Tamboukorps „Blüh Auf“.

Mit 16 Jahren trat unser Jubilar dem Grenadierzug „Gemütlichkeit“ bei. Bereits im kommenden Jahr 1962 marschierte Karl-Josef als Blumenhornträger im Jägerzug Heideröschen unter Leutnant Toni Meffert mit. Die Freunde aus der Feuerwehr brachten Karl-Josef dann im Jahr 1967 mit in den Jägerzug „Waidmannsheil“ dem er noch heute angehört. Im Jahr 1972 löste Karl-Josef Theo Balve als Zugführer ab. Viele erfolgreiche Jahre konnte der Jägerzug unter der Führung von Karl- Josef verbuchen. Neben vielen unvergessenen Feierlichkeiten, von dem das eine oder andere noch heute unvergessen ist, wurden auch viele Großfackeln gebaut.

1985 wurde Karl-Josef zum Kassierer des Königringes gewählt, bereits im darauffolgenden Jahr berief der damalige Jägermajor Peter Schlösser ihn zum Jägeradjutant.

1986 trat Karl-Josef Pesch in die Fußstapfen seines Schwiegervaters und wurde Jägermajor. Vielen „alten“ wird das Antreten am Sonntagmorgen beim Jägermajor noch in Erinnerung bleiben, denn gleich hinter dem amtierenden Major nahm auch der Ehrenjägermajor „Spieß“ Heinrich Helten die Front mit ab. Mit „Komissblick“ nahm er „seine strammen Jäger“ ab.

1990 wurde Karl- Josef Vorsitzender des Königringes, dem er in seiner Zeit als Vorsitzender zu einem großen Aufschwung verhalf.

Im Jahre 1993 danke Oberst Peter Tolles ab und Karl Josef wurde neuer Regimentschef; er gab das Amt des Majors in die Hände seines Bruders Ludwig, der im 7 Jahre als Adjutant zur Seite stand.

2005 wurde Karl- Josef zum Vizepräsidenten des Vereins gewählt, und im selben Jahr wurde er zum Ehrenoberst und Ehrenmitglied im BSV sowie im Jägerkorps ernannt. 2010 endete seine aktive Schützenzeit, allerdings nimmt er noch gerne, wenn es seine Gesundheit zulässt, an den Terminen und Feierlichkeiten seines Waidmannsheil teil.

60 Jahre im Bürger-Schützenverein Kapellen/Erft und 59 Jahre im Jägerkorps Kapellen/Erft, seine ehemaligen Mitstreiter und Zugkameraden schätzen noch heute seine Meinung und feierten vor 2 Jahren noch gemeinsam die Goldhochzeit mit seiner Gertrude.

50 Jahre BSV & Jägerkorps

Walter Hüttner (Immer Jung)

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Geboren wurde Walter im Februar 1955 in Hof, Oberfranken/Bayern. Bereits zwei Jahre später verschlug es seine Familie ins Rheinland, zunächst nach Alsdorf und über Orken schließlich 1970 nach Kapellen. Walter wuchs mit vier Geschwistern auf.

Walter besitzt einen ausgesprochenen Sinn für alles, was mit ‚Spielen’ zu tun hat. Das führte ihn auch zum SC Kapellen. Mit seinen Fußballkameraden Wilfried und Alfons wurden viele gemeinsame Aktivitäten unternommen. Hierzu zählte auch das regelmäßige Kartenspielen.

Seine beiden Freunde waren bereits im Jägerzug ‚Immer Jung’ und so war es nahe liegend, dass Walter auch mit den Jungs in geselliger Runde in Kontakt kam und im Jahr 1971 in deren Reihen aufgenommen wurde. Auf Grund seiner kräftigen Statur wurde Walter - seit jeher auch Pollux genannt - bald der Blumenhornträger des Zuges. Dieses Amt füllte er über 30 Jahre vorbildlich aus.

Walter ist ein Kümmerer. So ist er seit längerem der Feldwebel des ‚Immer Jung’. Hart, aber gerecht ist seine Devise. Er hat immer alle Termine im Griff und sorgt für ein vorbildliches Auftreten während der Schützenfesttage.

In der Geschichte des Zuges und des Jägerkorps hat er sich durch seinen langjährigen Einsatz und seine Zuverlässigkeit einen Namen gemacht. Hierzu zählt auch, dass Walter zweimal als bester Schütze des Jägerkorps geehrt wurde und schon fünfmal den Zugkönig stellte; dies mit Leni als Zugkönigin an seiner Seite. Mit ihr ist er seit 1980 verheiratet. Zwei Kinder gehören zur Familie und mittlerweile vier Enkel.

Der Schützenfestdienstag hat für Walter eine besondere Bedeutung. Als Schnäppchenjäger geschätzt sorgt er für das Frühstück im Festzelt, bei dem seine ‚Immer Jünger’ - mit Kind und Kegel - gerne zuschlagen. Alle möglichen Sonderangebote an Delikatessen in der Region werden gekauft, sodass auf seiner Speisekarte für jeden ein ‚Leckerchen’ im Angebot ist.

Aber Walter feiert nicht nur gerne Schützenfest, auch der Karneval hat es ihm und seiner Familie angetan. So sorgt auch sein ausgesprochener ‚Wetteifer’ immer für Heiterkeit. Zu seinen Leidenschaften gehört das Skatspielen, wobei er häufig auf den vorderen Plätzen zu finden ist. Und sportlich ist Walter immer noch auf dem Fußballplatz als Schiedsrichter im Kreis aktiv. Auch hier gilt er als hart, aber gerecht.

Ein weiteres Hobby ist seine Sammelleidenschaft; seien es Kickerhefte, Sammelalben oder sein Fotoarchiv - Stichwort Fotos: Hier muss ein weiteres Talent erwähnt werden. Walter fotografiert begeistert. Bei Veranstaltungen ist sein Fotoapparat immer dabei. Durch seine ansprechenden Bilder und seine Zuverlässigkeit wird er gerne bei Krönungen oder sonstigen Feierlichkeiten in Anspruch genommen.

Nicht zuletzt ist Walter auch weit über Kapellen hinaus durch seinen Beruf als erstklassiger Fußbodenleger bekannt.

40 Jahre BSV

Friedhelm Hinzen (Gut Schluck)

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Friedhelm Hinzen trat im Jahr 1981 dem BSVKapellen und dem Jägerzug "Gut Schluck" bei. Gebürtig stammt er aus Gubisrath wo er lange Jahre im Tambourkorps aktiv war. Durch seine Frau Marika, die aus einer Kapellener Schützenfamilie stammt kannte er schon einige Zugkameraden und schloss sich dem Jägerzug " Gut Schluck" an.

Friedhelm nimmt gerne an Zugveranstaltungen teil.

Obwohl er nie einen Posten im Zug bekleiden wollte, hatte er immer gute Ideen. Er war bisher schon 4x Zugkönig. Die Freizeit verbringt er mit seiner Frau Marika und Sohn Niklas oft auf Mallorca.

Seine berufliche Laufbahn begann er auf der Polizeischule in Linnich. Heute ist er leitender Polizeidirektor des Rhein-Kreises Neuss.

Wir gratulieren unserem Zugkameraden Friedhelm Hinzen zu seinem 40-jährigen Jubiläum und freuen uns auf weitere Jahre mit ihm.

25 Jahre

Sven „Radi“ Raddatz (Edelweiß)

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Nachdem die älteren Mitglieder des Jägerzugs Edelweiß im Jahre 1995 die ersten 4 Jungschützen in Ihren Reihen integrieren konnten, wurde die Reihe im Jahre 1996 um einen weiteren begeisterten Jungschützen erweitert: Unserem Jubilar Sven Raddatz.

Erstmals mit dem Schützenwesen in Direktkontakt kam Sven in den beiden Vorjahren als er gemeinsam mit seinem späteren Zugkameraden Christoph Engels das Transparent des Jägerzugs „Hermann Löns“- dem Zug, in dem ihre beiden älteren Brüder aktiv waren- beim alljährlichen Fackelzug durch die Straßen Kapellens schob.

Die Begeisterung am Schützenwesen hatte ihn zu dieser Zeit bereits so sehr gepackt, dass er den Unkenrufen seiner Mannschaftskameraden beim SC Kapellen – teilweise bereits seit dem Vorjahr im Jgz. Edelweiß aktiv- nicht mehr widerstehen konnte und so zum Schützenfest 1996 als 11-jähriger noch mit „Jöppchen“ bekleidet erstmalig als aktiver Schütze durch die Straßen Kapellens zog und die Jugendreihe des Edelweiß schlagkräftig erweiterte.

Sven war von Anfang an ein begeisterter Jungschütze, der vor allem von der Geselligkeit und der Gemeinschaft eines Schützenzuges angetan war. Allerdings gab es in Svens Leben ein weiteres- noch weitaus leidenschaftlicher betriebenes und vor allem zeitraubendes- Hobby: König Fußball.

Schon von klein auf war Sven mit einem enormen fußballerischen Talent ausgestattet, so dass er die damalige Truppe unter Trainer Stephan Plöger nicht nur zu unzähligen Siegen und diversen Titel führte, sondern oft als Aktivposten aus der Mannschaft herausragte und sich so nicht nur in den Kader der Kreisauswahl, sondern auch in die Notizbücher diverser ambitionierter Vereine spielte. Als logische Konsequenz daraus ergab sich in der D-Jugend ein Wechsel zum damaligen Niederrheinligisten TSV Norf, von wo aus er zur Borussia aus Mönchengladbach wechselte und Teil der Niederrheinauswahl wurde, ehe er nach ein paar Jahren seinem lokalpatriotischen Herz folgte und zurück nach Kapellen kam.

Dort hatte der flinke Flügelflitzer mit seinen Sturmläufen über die linke Seite nicht nur großen Anteil am langersehnten Aufstieg 2005 in die Verbandsliga. Vielmehr reifte Sven in den Folgejahren zu einem absoluten Führungsspieler und war als Kapitän jahrelang DAS Gesicht der Mannschaft.

Bedingt durch dieses hohe sportliche Engagement -gepaart mit Schichtdienst- ist es Sven in den all den Jahren verständlicherweise leider nicht immer möglich gewesen, so aktiv am Zugleben teilzunehmen, wie er es sich vielleicht selbst wünschte.

Sven nimmt daher innerhalb des Zuges zwangsläufig eine eher ruhige, zurückhaltende -jedoch keinesfalls desinteressierte- Rolle ein. Die Gemeinschaft, die ein Schützenzug mit sich bringt, ist ihm trotz der manchmal schwierigen Umstände ein wichtiges Gut, dass er wohl hütet.

Die Zuneigung, die er seinem Schützenzug entgegenbringt, hat er unter seiner Haut verewigt: Wer genau hinsieht wird auf seinem linken Oberarm- liebevoll eingearbeitet in andere Symbole- eintätowierte Edelweiß-Symbole erkennen.

In seinen 25 Jahren Mitgliedschaft gelang es Sven einmal, die Zugkönigswürde zu erringen. So führte er zum Schützenfest 2004 das traditionelle Königssilber des Zuges über die Straßen.

Beim jährlichen Schützenfest zeigt sich Sven stets als disziplinierter, zuverlässiger Kamerad, der auch gerne mal als Blumenhornträger oder Fahnenschwenker einspringt, wenn Not am Mann ist.

Privat hat unser Jubilar das große Glück mit seiner liebenswürdigen Frau Katrin bereits vor mehr 16 Jahren gefunden. Gemeinsam mit Ihren Kindern Lenn und Ida haben sich die beiden Ihren Traum erfüllt und ein Eigenheim in Kapellen bezogen.

Wenn neben Familie, Fußball und Schützenverein noch ein wenig Zeit bleibt, sieht man Sven entweder joggend im Wald oder hantelstemmend in der eigenen Fitnesshöhle

Trotz seines grundsätzlich ruhigen Wesens ist Sven alles andere als eine graue Maus: Ob mit Ohrring und unnachahmlicher Vokuhila zu Teeniezeiten, Plateauschuhen und blondierten Haaren zu Jugendzeiten, ausgefallenen Outfits zu Hochzeiten, massigen Tattoos auf seinem sportlichen Körper oder glänzender (Nicht-) Haarpracht: Sven fällt auf und hebt sich von der Masse ab und ist dabei immer auf modisches, akkurates und wohlduftendes Auftreten bedacht.

Lieber Sven-wir danken dir für 25-jährige Treue zu unserem Schützenzug und zum Kapellener Schützenwesen und freuen uns auf die nächsten Jahre mit dir. Deine überaus erfolgreiche Fußballlaufbahn wird biologisch begründet in nicht allzu ferner Zukunft enden und Lenn und Ida werden groß werden, so dass wir uns freuen im Bericht zu deinem 40-jährigen Jubiläum im Jahr 2036 erwähnen zu können, dass „unser Jubilar keine Möglichkeit auslässt an den Veranstaltungen des Schützenzuges, des Jägerkorps und des BSV teilzunehmen.“

Dein Jägerzug Edelweiß

Antonios „Toni“ Satrazanis (Edelweiß)

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Toni begann seine Schützenlaufbahn 1996 als Gründungsmitglied des Jägerzugs „Jägermeister“. Zum Abschluss der Grundschullaufbahn entschlossen sich Toni und sein Kindergartenfreund Mario Dappen gemeinsam mit weiteren Freunden zur Gründung eines Schützenzuges mit dem Ziel, sich durch den Wechsel auf diverse weiterführende Schulen nicht aus den Augen zu verlieren.

Von seinen Zugkameraden wurde Toni auf Anhieb zum Zugführer bestimmt, was ihn mit großem Stolz erfüllte (und auch heute noch erfüllt).

In den Folgejahren verschoben sich die Interessen jedoch dahingehend, dass Toni seine Begeisterung für das runde Leder immer aktiver auslebte und auch außerhalb der Trainingszeiten viel Zeit mit seinen Mannschaftskameraden vom SC Kapellen- welche zu einem großen Teil ihre Schützenheimat im Jgz. Edelweiß gefunden hatten- auf dem Sportplatz verbrachte.

Infolgedessen entschloss sich Toni dann im Jahre 2000 nach 4 Jahren als Zugführer der Jägermeister zu einem Wechsel innerhalb des Jägerkorps zum Edelweiß.

Dort angekommen brauchte Toni erstmal ein klein wenig Anlaufzeit, um mit den Gegebenheiten im Edelweiß warm zu werden. Zusätzlich zu seinem eh schon ruhigen Gemüt hatte Toni kein großes Interesse am Konsum von Alkohol, was damals nicht zwingend mit der Sturm- und Drangphase seiner neuen Kameraden im Einklang war.

Im Laufe der Jahre jedoch entwickelte Toni einen starken Charakter und somit auch seine ganz persönliche Rolle im Edelweiß in der er sich immer besser zurechtfand.

Toni ist nicht der Typ Schütze, der jeder Gelegenheit, seine Uniform feierlich auszuführen, freudestrahlend entgegenfiebert. Er ist auch niemand, der sich alle Korps- und Vereinstermine zu Beginn des Jahres mit Sternchen in den persönlichen Kalender einträgt. Fragt man ihn, ob er auf den Zugkönig oder auf den Korpskönig schießen möchte, erntet man entweder ein entsetztes Kopfschütteln oder ein spöttisches Lachen.

Was Toni allerdings als Menschen und als Zugkameraden ausmacht, ist die Tatsache, dass er die soziale Komponente des Schützenzuges nicht nur unheimlich schätzt und als immens wichtig erachtet, sondern diese auch und mit jeder Muskelfaser seines Körpers vorlebt.

Für Toni ist der Edelweiß sinnbildlich ein großes Dach unter dem sich Freunde, die sich größtenteils seit ihrer frühen Jugend kennen und sehr viel miteinander durchlebten und erlebten, zusammenfinden und eine Basis haben, Ihre Gemeinschaft auch noch in 20-30 Jahren ausleben zu können.

Dass dies keine leeren Worthülsen, sondern Grundlage sein Tuns und Handelns sind, stellt er seit Jahren regelmäßig unter Beweis. Kaum eine Versammlung vergeht ohne seine Teilnahme. Ein Zugausflug ohne Toni? Schwer vorstellbar. In seiner Funktion als Schriftführer führt er nicht nur zuverlässig Protokoll, sondern hat auch alle Zugtermine im Blick. Als federführender Organisator führt er die „Sektion Malle“ des Zuges alljährlich zum Ballermann.   

Beim Höhepunkt des Zuglebens- dem jährlichen Schützenfest – ist Toni die Zuverlässigkeit in Person. Obwohl über die ganzen Tage verteilt keine Bierrunde ungenutzt an ihm vorbeizieht und seine Trinkgrundlage 3 Tage lang ausschließlich aus Bananen besteht, ist er stets der letzte an der Theke und am Folgetag einer der ersten beim Antreten. Geht der Edelweiß auf Tour, überzeugt Toni auch hier stets als „last man standing“ und sorgt immer dafür, dass auch der Angeschlagenste unter uns den Weg nach Hause findet.

Eine weitere Eigenschaft, die seine Zugkameraden und Freunde an ihm schätzen, ist sein kühler Kopf, den er selbst bei hitzigsten Diskussionen behält, gepaart mit seiner ruhigen Art, Dinge anzusprechen und zu analysieren

Ob Ferndiagnosen von Sportverletzungen, temperamentvolle sozialpolitische Diskussionen, Zug-Angelegenheiten oder Nachbetrachtungen von Fußballspielen: seine punktgenauen Analysen haben Hand und Fuß und finden immer Gehör und Anklang.

Nicht umher kommen wir aber leider um das traurige Kapitel „Knie“. Bereits dreimal hat er sich in beiden Knien das Kreuzband gerissen und musste so seine heißgeliebten Fußballschuhe leider schon viel zu früh an den Nagel hängen, was ihn jedoch -vor allem im Sommer merklich sichtbar- einem neuen Hobby nahebrachte: dem Fitnessstudio.

Wenn Toni sich nicht gerade mit dem Edelweiß beschäftigt oder Eisen stemmt, fiebert er mit der Elf vom Niederrhein oder kümmert sich in seiner Funktion als „Deputy Head of IT Infrastructure“ der Saurer Spinning Solutions um die IT-Interessen des international tätigen Unternehmens.

Lieber Toni: Wir gratulieren dir von ganzem Herzen zu deinem 25-jährigen Vereinsjubiläum. Bleib uns weiterhin mit deiner wohltuenden bodenständigen und stets durchdachten Art erhalten. Wir freuen uns immer, wenn du deine als Zugführer erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in unser Vereinsleben einfließen lässt und somit unseren Schützenzug nach vorne bringst. Die beiden von dir erzielten Tore im Finale des letzten Schützenturnieres 2006 - welche uns den Titel einbrachten - sind unvergessen und haben dir einen Platz in unserem Geschichtsbuch eingebracht, den dir niemand mehr streitig machen wird.

Dein Jägerzug Edelweiß

Marcus Fleuren (Copernicus)

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Als echter „Gilverather Jung“ ist unser Fleuri nun seit 25 Jahren ein treues und wichtiges Mitglied des Jägerzug Copernicus. Er hat sich stets als Schütze, Blumenhornträger und fleißiger Fackelbauer um den Zug verdient gemacht und bereits mehrfach die Königswürde für sich beanspruchen können.

Er ist ein sehr hilfsbereiter und ehrlicher Mensch, der immer zu seinem Wort steht.

Marcus, besser bekannt als der weltbeste Rohrdesigner, steht einem auch im privaten Bereich immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn man ihn braucht. So hat es zugintern schon so manche Baustelle gegeben, auf der ganz besonders Marcus durch sein Fachwissen und handwerkliches Geschick gepunktet hat.

Als eher ruhiger Zeitgenosse ist Marcus bei allen bekannt, was in den letzten Jahren leider dazu geführt hat, dass er sich aus dem aktiven Zugleben etwas zurückgezogen hat und nicht mehr alle Tage am jährlichen Schützenfest teilnimmt.

Wir gratulieren Marcus zu seinem Jubiläum und danken ihm für 25 tolle und lustige Jahre und hoffen, dass er uns auch in Zukunft als treues Zugmitglied erhalten bleibt, sehr gerne auch wieder etwas aktiver.

Hans-Dieter Bongartz (Flotte Boschte)

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Hans-Dieter startete seine Schützenlaufbahn 1971 im Jägerzug „Mer hant et drop“. Nach acht Jahren beendete Hans-Dieter erstmal sein Schützenleben. Er vermisste allerdingst das Schützenwesen in Kapellen: Im Jahr 1996 trat Hans -Dieter in die Jägerfahnenkompanie ein und wurde dort Fähnrich. Mit großem Stolz trug er die Fahne des Jägerkorps auf Schützenfest bei den Paraden und Umzügen durch Kapellen. Der Höhepunkt auf Schützenfest war für Hans-Dieter immer das Hochamt am Sonntag, wo er mit der Fahne des Jägerkorps und den Fahnen des gesamten Vereins in die Kirche einzieht.

Nachdem der Nachwuchs in der Jägerfahnenkompanie ausblieb, sah er dort keine weitere Zukunft in seinem Schützenleben. Heinz-Dieter, der in der unmittelbaren Nähe zur Festwiese Gilverath wohnt, fragte dann 2011 bei den Flotte Boschte an, ob sie nicht noch einen erfahrenen Fahnenträger benötigen. Eine Versammlung später war Hans-Dieter und seine Frau Ulla Mitglied bei den Flotte Boschte. Da Klaus Helget zum Flügelleutnant befördert wurde und Hans - Dieter ein erfahrener Fahnenträger war, wurde auch er bei den Flotte Boschte kurzer Hand zum Fähnrich gewählt und vom Jägermajor befördert.

Seit 2 Jahren ist Hans-Dieter jetzt Rentner und hat viel Zeit für seine Hobbys sowie die Familie. Neben seiner Vorliebe für Oldtimer ist er auch seit einem Jahr stolzer Opa. Zwischen Quikly und VW Käfer ist jetzt auch der Kinderwagen angesagt.

Zusammen mit den Rentnern der Flotte Boschte kümmert sich Hans- Dieter liebevoll um die Pflege an der Friedenskapelle. Am Wochenende schaut er sich die Anlage rund um die Kapelle an, dann erstellt er sonntags den „Arbeitsplan“ für seine Mitstreiter, um im Sommer dem Unkraut und im Herbst dem Laub den Kampf anzusagen.

Heinz-Walter Webel (Flotte Boschte)

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Heinz-Walter wurde Mitglied bei den „Flotte Boschte“ so wie die Jungfrau zum Kind gekommen ist:

Auf dem Gilverather Friedensfest wurde seine Frau Ursula 1995 zur Klompenkönigin ernannt. Für Heinz- Walter war das Vereinsleben bis dahin ein Fremdwort, aber ein Jahr später bekam Heinz-Walter auf der Krönung zur Klompenkönigin eine große Urkunde vom damaligen Zugführer Günter Pesch überreicht, nach der er ab sofort Mitglied in den Reihen des Jägerzuges „Flotte Boschte“ ist. Da konnte Heinz-Walter nicht mehr nein sagen, und so war es um ihn geschehen.

Zum Schützenfest marschierte H.W. - so wird er oft bei den Flotte Boschte genannt - in der zweiten Reihe mit durch den Ort. Dass das Vereinsleben ihm und seiner Frau so viel Spaß gemacht hat, hätten beide nicht gedacht. So sagte Heinz-Walter einmal in einer ruhigen runde im Kreis der Flotten Boschte, dass das Schützenleben ihr Leben stark bereichert hat. Heinz-Walter und Ursel sind bei fast jedem Treffen oder jeder Feier dabei, und sie sind meistens auch mit einer der letzten Gäste des Abends.

Heinz-Walter ist ein richtiger Ruhepol im Zug, denn mit Hektik und Stress darf man bei ihm nie ankommen.

Bei seinen Hobbys werden die Flotte Boschte immer an erster Stelle genannt, sei es beim Aufbau der Weihnachtskrippe oder auch die Pflege der Friedenskapelle. H.W zählt zu den Aktivposten, wenn die „Rentner“ dem Unkraut und dem Herbstlaub an der Friedenskapelle den Kampf ansagen. Das Beste beim Treffen an der Kapelle ist dann immer die Tasse Kaffee und das Stück Kuchen nach der Arbeit.

Mario Dappen (Jägermeister)

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Bereits 1985 bekam Mario Dappen das Schützenwesen in die Wiege gelegt. Durch seinen Großvater (Mitglied im Reitercorps) und durch seinen Vater (der 1976 den Jägerzug „Gut Schluck“ mitgründete und dort das Amt des Zugführers bekleidet) lernte er schnell das Schützenwesen leben und lieben. Als junger Bursche zog er mehrere Jahre das Transparent des Jgz. „Gut Schluck“ beim Fackelzug durch die Straßen von Kapellen. Dabei reifte der Entschluss, einen eigenen Schützenzug zu gründen.

1996 wurde das Jahr, in dem Mario und wir - Freunde aus Kindergarten- und Schulzeiten -  unseren Jägerzug ,,Jägermeister“ gründeten.

Bereits seit zwei Jahrzehnten führt Mario unseren Zug als Zugführer mit Leidenschaft durch sonnige, sowie regnerische Schützenfesttage über die Straßen seines Heimatorts.

Er legte bereits mehrfach seine Schützenwürdigkeit unter Beweis, indem er die Zugkönigswürde erlangte.

Der 2-fache Familienvater führt nicht nur gerne das Zepter an und delegiert Aufgaben, sondern packt auch sehr viele Aufgaben am liebsten selbst an und erledigt diese.

Viele Zugveranstaltungen fanden seit der Gründung bei ihm Zuhause statt, so wurde es zur Tradition, dass der jährliche Vogelschuss oder der Frühschoppen am Samstag vor dem Fackelzug bei ihm stattfindet

In Verbundenheit zu seinem Heimatort Kapellen / Erft hat Mario, diesen auch zur Wahlheimat seiner Betriebsstätte „Stern Service Zentrale“ gemacht. Hier arbeitet er mit vollem Engagement.

Wir gratulieren unserem Zugführer Mario Dappen zu seinem 25-jährigem Jubiläum und freuen uns auf viele weitere Jahre mit ihm.

Yannic Heinze (Jägermeister)

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Yannic Heinze ist eins von zwei verbliebenen Gründungsmitgliedern der Jägermeister. Seine damit 25-jährige Treue dem Zug und dem Schützenwesen gegenüber zeigt er regelmäßig mit höchster Pünktlichkeit bei jeder Veranstaltung und größte Freude für die Umzüge. Umso verwunderlicher, dass er zu den „besten Freunden“ des Spießes gehört. So trägt er gerne auch außerhalb der Königswürde edelstes Kettensilber. Yannic setzt dennoch oder gerade deshalb ein Zeichen für seine ständige Begeisterung am Schützenwesen, denn seine Zugkameraden haben ihn gerne in ihren Reihen, und gerne als Teil der gemeinschaftlichen Veranstaltungen. Er bereichert das Zusammenleben mit seinem einzigartigen Humor und überrascht auch mit ungeahnten sportlichen Talenten und macht so aus jeder Veranstaltung ein echtes Highlight.
In seiner aktiven Zeit gelang es ihm – auch wenn er nicht oft an der Vogelstange zu sehen ist –die Zugkönigswürde in seinem Zug zu erlangen.

Außerhalb seines Schützenwesens und neben seiner Tätigkeit im Finanzwesen jubelt und trauert er gemeinsam mit seinem königsblauen Fußballverein Schalke 04. Seine Zugkameraden haben daher stets ein offenes Ohr oder eine starke Schulter für ihn. Gemeinsam mit seinem Zug hat auch Yannic auf das Jubiläum hin gefiebert und gespart und wird sich sicher freuen, wenn das Jubiläum gebührend nachgeholt wird.

Johannes Köhlings

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Johannes Köhlings begann im Jahre 1996 seine Schützenlaufbahn und trat – wahrscheinlich durch elterlichen Rat oder Vorbild – der Scheibenschützengesellschaft bei. In seiner Zeit bei der Scheibenschützengesellschaft errang er bereits die Corpskönigswürde und machte sich im Vorstand als Spieß verdient. Nach fast 20 Jahren und einem Jahr „Schützenfestpause“ fand er seine neue Schützenheimat bei den Jägermeistern.

Als sehr lebhaften Kameraden und immer offenen ehrlichen Meinungen nahmen die übrigen Mitglieder ihn gerne unter sich auf. Seit seinem Start in den Reihen der Jäger führt er das Blumenhorn stolz durch unseren Ort und trägt es dadurch höher als je zuvor – auch während dem Paradeschritt.

Sein Name findet selten Einzug ins Spießbuch, denn seine Erfahrungen als Spieß und seine Vorliebe für Ordnung im Schützenfest vertragen sich gut mit seinem Grundsatz, keine Gelegenheit mit seinen Kameraden und einer kühlen Erfrischung auszulassen. Seine Treue zum Schützenwesen untermauert er, indem er sich direkt neben des Jägermeisters Stammlokal „Hages“ mit seiner Frau Jessica sein Eigenheim errichtete. Seine Königswürde im Zug der Jägermeister hat er gekonnt auf das Jubiläumsjahr gelegt, daher ist er aktuell, der längste Kronprinz und wartet - coronabedingt - sehnsüchtig auf seine Krönung.

Zugjubilare BSV & Jägerkorps:

25 Jahre

Jgz. “Jägermeister”

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Die Jägermeister haben ihren Ursprung im Jahre 1996 als kurz nach dem Schützenfest die Idee entstand einen neuen jungen Zug in den Block der geschlossenen Jäger aufzunehmen. 1997 war es für den jungen Zug die erste Gelegenheit das Schützenwesen auf den Straßen des schönen Ortes zu bereichern. Bis zum heutigen Tage weiß man im Umfeld der Fischerstraße, wann die Jägermeister feiern und der Zugführer den Bassregler gefunden hat.

Viele bekannte und geschätzte Gründungsmitglieder haben neue Züge gefunden, in denen sie Schützenfest feiern. Zwei Gründungsmitglieder blieben jedoch treu und gehen seit 25 Jahren als Jägermeister durchs Schützenfest – Yannic und Mario. Durch diese zwei wird die Verbindung zum Vaterzug „Gut Schluck“ im Besonderen deutlich, sind doch beide Väter bei „Gut Schluck“ zu finden. Aber auch alle anderen Zugmitglieder von „Jägermeister“ und „Gut Schluck“ pflegen ein gemeinschaftlich brüderliches – oder eben väterliches Zusammenleben. Es soll schon vorgekommen sein, dass sich der ein oder andere in die Reihen der anderen verirrt hat. Spätestens im Zelt sind beide Züge gemeinsam nahe der Theke nebeneinander an ihren Stammplätzen zu finden.

In jungen Jahren begleiteten den Zug die üblichen Herausforderungen des jungen Zusammenlebens. Jeder Zug, der die Jahre der Jugend mitgemacht hat, wird es bestätigen können, dass Studienzeiten, Ausbildungen, Wohnortwechsel immer zu den Themen der schwankenden Mitgliederzahlen gehören. Umso erfreulicher, dass die Jägermeister einige Mitglieder des scheidenden Jägerzuges „Erfträuber“ übernehmen konnten und zwischenzeitlich immer wieder Freunde und Bekannte dazu stießen bis die aktuelle Mitgliederzahl einen stabilen und verlässlichen Zug darstellt, der sein Zugleben im Stammlokal „Hages“ bei regelmäßigen Versammlungen verbringt und so gut es geht jede Veranstaltung des Kapellener Schützenwesens zu besuchen.

Auf das Zugjubiläum wurde gemeinsam lange hin gefiebert und gespart, mit der Hoffnung dieses ausgiebig zu feiern. Alle freuen sich auf eine Zeit, in der wir wieder gemeinsam so feiern können, wie wir es gewohnt sind und mögen. Dann aber auch erst dann wird das Jubiläum ausgiebig nachgeholt und auf die kommenden runden Jahreszahlen vorbereitet.

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Jägerkorps Kapellen-Erft 1936 e.V.